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MAGAZIN

WATCHGROUP GEGEN SEXISTISCHE WERBUNG GEHT ONLINE

© Watchgroup (24.06.09)


Politik & Gesellschaft

www.watchgroup-sexismus.at

Wann ist Werbung als sexistisch einzustufen, welche aktuellen Negativbeispiele gibt es und wie kann ich mich beteiligen? Ein neues Frauengremium “überwacht” seit März die Grazer Werbelandschaft.



Watchgroup gegen sexistische Werbung

m März wurde auf Initiative von Frauenstadträtin Elke Edlinger und der Unabhängigen Frauenbeauftragten der Stadt Graz Maggie Jansenberger die “Watchgroup gegen sexistische Werbung” eingerichtet. Dieses Gremium, das aus Vertreterinnen des Grazer Frauenrates, des Vereins Thekla und des DOKU (Frauendokumentations- und Projektzentrum) besteht und dessen Koordination das Frauenreferat der Stadt Graz übernimmt, “überwacht” seitdem regelmäßig die Grazer Werbelandschaft und macht es sich zur Aufgabe, Plakate auf sexistische Sujets hin zu überprüfen und diese gegebenenfalls als Negativbeispiele aufzuzeigen.

Maggie Jansenberger zum Hintergrund der Initiative: “Werbung ist ein fixer Bestandteil unseres Alltags. Ob wir sie nun bewusst oder unbewusst beachten, ihre Botschaften fließen in unsere Wahrnehmung ein. Sexistische Werbung verfestigt ein bestimmtes Frauenbild und konstruiert letztlich auch gesellschaftliche Realitäten mit. Sexistische Darstellungsformen der Werbung können sich verschiedenartig manifestieren und beziehen sich nicht nur auf das “klassische Unterwäscheplakat”. Es geht vielmehr um die Darstellung von geschlechtsspezifischen Stereotypen, die sich zum Beispiel auf die Darstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt, im Haushalt oder die Körpersprache beziehen. Es gilt, immer wieder auf sexistische Werbung aufmerksam zu machen und diese nicht einfach nur hinzunehmen. Sexismus muss - in jeder Erscheinungsform - bekämpft werden!”

Nun geht die “Watchgroup gegen sexistische Werbung” mit www.watchgroup-sexismus.at auch online. Frauenstadträtin Elke Edlinger: “Ziel der Homepage ist es, das Thema “sexistische Werbung” und die Kriterien, wonach Werbung als sexistisch einzustufen ist, einer breiten Öffentlichkeit mit einem kritischen Zugang näher zu bringen.” Die Homepage soll dafür genutzt werden, über die inhaltlichen Grundlagen zu “Sexismus in der Werbung” zu informieren, aktuelle Negativbeispiele aufzuzeigen und Grazerinnen und Grazern, welchen sexistische Werbung “gegen den Strich” geht, die Möglichkeit zu bieten, sich dagegen zu engagieren.

Das DOKU (Frauendokumentations- und Projektzentrum) ist für die inhaltliche Betreuung des Projektes verantwortlich. Ein vom DOKU bereits erarbeiteter Kriterienkatalog für Sexismus in der Werbung liegt den Entscheidungen der Watchgroup als inhaltliche Basis zugrunde und steht auch auf der Homepage zum Download bereit. Isabella Meier vom DOKU: “Das DOKU GRAZ setzt sich schon seit Jahren mit Sexismus in der Werbung auseinander und ist auch Ansprechpartnerin für Aktivitäten in diesem Zusammenhang. Das Erleben von Sexismus wird oftmals als eine Frage der Ästhetik oder der subjektiven Befindlichkeit abgetan, obwohl es dabei um das Reglementieren, Idealisieren und Stabilisieren von tradierten Geschlechterrollen geht.”

Watchgroup gegen sexistische Werbung: www.watchgroup-sexismus.at
Unabhängige Frauenbeauftragte der Stadt Graz Maggie Jansenberger: www.grazerfrauenrat.at
DOKU - Frauendokumentations- und Projektzentrum: www.doku.at
Frauenstadträtin Elke Edlinger: www.elkeedlinger.at


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