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MAGAZIN

DER 13. FEMINA-FILM-PREIS

© Dagmar Trüpschuch (21.01.09)


Kunst & Kultur

Maren Kroymann ist Mitglied der Jury

Seit 1996 vergibt der Verband der Filmarbeiterinnen e.V. jährlich während der Berlinale den Femina-Film-Preis. Der Preis wird verliehen für “hervorragende künstlerische Leistungen einer Technikerin” in einem deutschsprachigen Film.



Maren Kroymann, Foto: © Christopher Lerch

ie Jury zur Verleihung des Femina-Film-Preises an eine Filmtechnikerin im Bereich Ausstattung, Kamera, Kostüm, Musik oder Schnitt in einem deutschsprachigen Spielfilm aus den Sektionen Wettbewerb, Panorama, Forum und Perspektive Deutsches Kino ist komplett.

In diesem Jahr entscheiden die Schauspielerin und Entertainerin Maren Kroymann, die Regisseurin Erica von Moeller und die Szenenbildnerin Maria Gruber darüber, wer den mit 3000 Euro dotierten Preis erhalten wird. Maria Gruber wurde erst im letzten Jahr mit dem Femina-Film-Preis für die Austattung des Spielfilms “Revanche” von Götz Spielmann ausgezeichnet.

Der Femina-Film-Preis, der seit 1996 vergeben wird, ist der einzige Preis im deutschen Filmbereich, der nicht von einem Ministerium, einer Institution oder einer Industrie bezahlt wird. Die Dotierung des Preises und die Organisationskosten werden allein durch den Verband der Filmarbeiterinnen getragen. Der Verband wurde im Herbst 1979 in Berlin als überregionale Institution, die die Interessen Film schaffender Frauen vertritt, gegründet.

Warum ist der Femina-Filmpreis heutzutage noch wichtig?

Dazu die Regisseurin Erica von Moeller “In Zeiten, in denen Frauen immer noch deutlich weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, in denen es immer noch deutlich weniger Frauen schaffen, sich im Filmbereich zu etablieren, in denen die großen Budgets fast ausnahmslos an männliche Filmemacher vergeben werden, in diesen Zeiten ist ein Preis, der den weiblichen Filmschaffenden eine Aufmerksamkeit verschafft, wichtiger denn je.”

Die Jury 2009 für den 13. Femina-Film-Preis

Maren Kroymann
Schauspielerin, Sängerin, Kabarettistin und Entertainerin - das ist Maren Kroymann, die 1949 geboren wurde, in Tübingen aufwuchs, Romanistik und Anglistik/Amerikanistik studierte und eine Zeit ihres Lebens in den USA und Frankreich verbrachte. Seit 1971 lebt Maren Kroymann in Berlin. Bekannt wurde sie mit “Auf du und du mit dem Stöckelschuh”, einem Solo-Programm über das Frauenbild der 50er Jahre. Damit gelang ihr zu Beginn der 80er Jahre eine neue Form von Entertainment. Berühmt wurde Maren Kroymann durch ihre Sketche über “starke Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs” in der ARD-Satiresendung “Nachtschwester Kroymann”. Am 8. März 2000 erhielt sie den Berliner Frauenpreis für ihr Werk als Kabarettistin und Schauspielerin und ganz besonders für ihr mutiges und wegweisendes feministisches Kabarett.
www.marenkroymann.de

Erica von Moeller
Die Regisseurin Erica von Moeller studierte sowohl Freie Bildende Kunst als auch Kommunikationswissenschaften, bevor sie an der Kunsthochschule für Medien als Postgraduierte im Bereich Film diplomierte. Seit 2001 arbeitet sie freiberuflich als Autorin und Regisseurin für Dokumentarfilme wie “Sainkho” (2002) oder Spielfilme wie “Leben mit Hannah” (2006). Zudem hat sie Lehraufträge unter anderem an der Kunsthochschule für Medien, der UdK in Berlin oder der Akademie der Künste in Mainz übernommen. 2003 gründete sie das Netzwerk “Ladoc”, ein Zusammenschluss von Filmemacherinnen.
www.ericavonmoeller.de

Maria Gruber
Maria Gruber wurde 1969 in Graz geboren, wo sie auch heute noch lebt und als Filmausstatterin arbeitet. Ihre Ausbildung absolvierte sie an der Höheren Technischen Lehranstalt, Abteilung Bildnerisches Gestalten mit Fachrichtung Dekoratives Gestalten. Danach schloss die Österreicherin ein Studium für Bühnenbild und Kostüm an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz an. Heute ist Maria Gruber als Szenenbildnerin am Theater und für Film und Fernsehen tätig und machte sich in Filmen wie “Kotsch” von Helmut Köpping oder “Slumming” von Michael Glawogger einen Namen. Im letzten Jahr war Maria Gruber mit dem Film “Revanche” von Götz Spielmann auf der Berlinale. Für die Genauigkeit ihrer Arbeit bei der Ausstattung des Films erhielt sie den Femina-Filmpreis.

Verband der Filmarbeiterinnen e.V.
Niebuhrstraße 77 · D-10629 Berlin · Tel. +49 (0)30 8837444 · Fax +49 (0)30 8833737 · www.verbandderfilmarbeiterinnen.de

Foto: © Christopher Lerch



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